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Die Games Convention (kurz: GC) ist eine seit 2002 jährlich in Leipzig stattfindende Messe für interaktive Unterhaltung, Infotainment, Hardware und Entertainment sowie Computerspiele. Sie ist eine Veranstaltung der Leipziger Messe GmbH, als ideeller Träger fungierte bis Ende 2008 der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware.[1] Die Messe findet traditionell in der letzten Augustwoche in allen fünf Hallen des Leipziger Messegeländes statt und bietet dem Publikum von Donnerstag bis Sonntag Zutritt, während für Pressevertreter und Händler am Mittwoch ein exklusiver Fachbesuchertag vorgesehen ist. Sie ist die wichtigste Messe ihrer Art in Europa und zog im Jahr 2007 185.000 Besucher, 503 Aussteller und über 3300 Pressevertreter aus 46 Ländern an.[2] Damit ist sie neben der Tokyo Game Show die bedeutendste Videospielemesse der Welt. Die Aussteller aus 31 Ländern zeigen nicht nur die neuesten Spiele, sondern auch begonnene Projekte und künftige Neuerscheinungen. Im Gegensatz zur Electronic Entertainment Expo (E3) in Santa Monica (Kalifornien) dient die GC gleichermaßen als Fachbesucher- wie auch als Publikumsmesse. Während das Business-Center den Fachbesuchern, Ausstellern und der Presse vorbehalten ist, füllen jugendliche Spieler die Messehallen. Auf der Messe wird Wert auf Familienfreundlichkeit gelegt. Das zeigt unter anderem die sogenannte „GC Family“, die 2006 und 2007 eine eigene Messehalle einnahm und größtenteils Lernsoftware präsentiert. Ebenfalls in der „GC Family“-Halle sind Stände der USK, der BPjM oder der bpb zu finden, die Eltern und Lehrer über den Jugendschutz informieren, sowie Stände diverser Fachhochschulen, die computerspielbezogene Studiengänge anbieten. 2008 wurde dieser Bereich stark verkleinert. Um das Bemühen um den Jugendschutz auch direkt auf der Messe deutlich zu machen, werden farbige Armbändchen ausgegeben. Anhand dieser können Aussteller die Besucher in die Altersklassen „Ab 6“ (gelb), „Ab 12“ (grün), „Ab 16“ (blau) und „Ab 18“ (rot) einordnen und bestimmte Vorführungen altersabhängig zugängig machen. (vgl. USK) Zwei Tage vor dem eigentlichen Event findet jeweils die GCDC (Games Convention Developer Conference) für Entwickler statt, am Vortag der Messe wurde bis 2007 im Leipziger Gewandhaus ein Eröffnungskonzert aufgeführt (vgl. Spielemusikkonzert). Vom 6. bis zum 9. September 2007 fand in Singapur mit der Games Convention Asia erstmals ein asiatischer Ableger der Games Convention statt.[3] 2008 wurde ein neuer Besucherrekord mit über 200.000 Besuchern aufgestellt. [4]
Bearbeiten Messe-Statistik
Bearbeiten GC Asia
Bearbeiten BücherZur Games Convention 2004 und 2006 erschienen Bücher mit Inhalten zur Messe, vor allem aber mit Beiträgen und Interviews über die Geschichte und über Trends der Spielebranche. Verfasst hat die Guides der Spiele-Journalist René Meyer. Herausgeber ist die Leipziger Messe.
Bearbeiten ZukunftEinfluss auf die Zukunft der Games Convention hat der Branchenverband BIU, dem namhafte Spielehersteller wie Sony, Nintendo und Microsoft angehören. Am 25. Februar 2008 wurde offiziell bekannt gegeben, dass er ab 2009 ideeller Träger der neuen Branchenmesse gamescom in Köln sein wird.[8] Die Messe Leipzig gab dennoch bekannt, die Messe nach dem Besucherrekord 2008 auch 2009, vom 19. bis 23. August, wieder ausrichten zu wollen. Unterstützung wurde auch vom Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig angekündigt.[9] Außerdem möchten die Veranstalter daneben eine Games Convention in Nordamerika ausrichten.[10] Bearbeiten Einzelnachweise
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